Das Leberblümchen – violetter Blütenstern der Edellaubwälder:

Das Leberblümchen – violetter Blütenstern der Edellaubwälder
Das Leberblümchen – violetter Blütenstern der Edellaubwälder
Das Leberblümchen – violetter Blütenstern der Edellaubwälder
Das Leberblümchen – violetter Blütenstern der Edellaubwälder
Im Naturpark:


Wenn der Vorfrühling Einzug hält, schmücken unzählige violette Blütensterne des Leberblümchens unsere Laubwälder. Doch nicht nur das Auge, sondern auch so manch´ pollenfressender Käfer freut sich über die aufblühende Nahrungsquelle. Doch Eile ist angesagt, denn die auffallenden Farbtüpfel sind nach einer Woche schon wieder verblüht! Machen Sie sich auf zu einem Frühlingsspaziergang in einem der Naturpark-Wälder und vergucken Sie sich in Leberblümchen der Naturparke! 



Violett, weiß, oder doch purpurn
Schon im Vorfrühling wagen sich die violetten Blüten des Leberblümchens aus ihrer Deckung und zieren die laubbedeckten Böden der Eichen- und Buchenwälder. Mit etwas Glück können Sie auch purpurn oder weiß gefärbte Leberblümchenblüte finden. Etwa zeitgleich beginnen auch andere Frühlingsboten wie das Schneeglöckchen, die Frühlingsknotenblume und etwas später die nahe verwandten Buschwindröschen-Arten in den Wäldern zu blühen. Sie alle versuchen die Gunst der Stunde zu nützen, noch bevor der Blattaustrieb der Gehölze kaum mehr Sonnenlicht zum Boden durchlässt. Das Leberblümchen besitzt zwar keinen Nektar, doch ihre Pollenkörner sind im Vorfrühling eine wichtige Nahrungsquelle für pollenfressende Käferarten.

Auf und Zu
Beobachten Sie einmal die Blüte eines bestimmten Leberblümchens über einige Tage, und Sie werden eine interessante Entdeckung machen! Wenn es warm ist öffnen sich die Blüten, während sie sich bei Regen oder nachts wieder schließen. Dies wird durch das wärmeabhängige Wachstum der Blütenblätter gesteuert, deren Länge sich in der etwa eine Woche dauernden Blütezeit verdoppelt.

Falsche Leberwerte
Nein, das Leberblümchen ist und war nicht Teil der Leberknödel- oder Leberkäse-Rezeptur! Den Namen verdankt es der mittelalterlichen Signaturenlehre. Diese war der Meinung, dass man aus der Form der Heilpflanze auch auf die Heilwirkung schließen kann. Die Laubblätter des Leberblümchens erinnerten an die menschliche Leber, wodurch auch das Pflänzchen zu seinem Namen kam.

Unverwechselbar
Die Blätter des Leberblümchens machen die Bestimmung leicht! Die typische Form mit drei „Lappen“ macht sie einzigartig. Ein zusätzliches Merkmal der lederartigen Blätter ist die Farbe: Die Oberseite ist dunkelgrün, während die Unterseite purpurn bis violett überlaufen ist. Übrigens sind im Vorfrühling noch die Blätter des Vorjahres zu sehen, die „frischen“ erscheinen erst nach der Blüte und überwintern. So können Sie auch später im Jahr „ausforschen“, wo im Frühling die ersten Blüten den Winter verjagen werden!

Per Ameisen-Taxi
Für die Ausbreitung der Samen hat das Leberblümchen ein Taxi mit sechs Beinen bestellt. Die Rechnung für die Reise bezahlt es mit einem ölhaltigen Samen-Anhängsel, dem so genannten Elaiosom. Dieses zählt nämlich zu den Leibspeisen von Ameisen. Der Samen, der im Spätfrühling reift, wird samt Anhängsel fortgetragen. Im Ameisenbau oder am Weg dorthin wird das das Elaiosom gefressen. Der Samen bleibt hingegen unversehrt liegen und kann – unbeachtet von den Ameisen – keimen. Die Ameisenausbreitung nutzen übrigens auch noch andere Arten, etwa Schneeglöckchen und das Frühlings-Adonisröschen.



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