Der Grünspecht lacht den Vorfrühling herbei:

Der Grünspecht lacht den Vorfrühling herbei
Der Grünspecht lacht den Vorfrühling herbei
Im Naturpark:


Im Vorfrühling sollten Sie beim Spaziergang durch den Naturpark Ihre Ohren spitzen, denn es kann gut sein, dass der „lachenden Ruf“ des Grünspechtes für die ersten akustischen Frühlingsgefühle sorgt. Im Gegensatz zu den Zugvögeln wie z.B. den Schwalben ist der Grünspecht zwar das ganze Jahr über im Lande, aber besonders leicht zu finden bzw. zu hören ist er im zeitigen Frühjahr, wenn sein Balzruf schon von Weitem zu hören ist. Also ab in den Naturpark und aufmerksam lauschen, dann haben Sie gute Chancen, den Grünspecht „lachen“ zu hören! 


Der Grünspecht bringt Regen und Regen bringt Segen 
Der Volksmund nennt den Grünspecht auch „Regenvogel“, weil er bereits zu rufen beginnt, wenn eine winterliche Warmfront hereinzieht, die üblicherweise die ersten größeren Regenfälle mit sich bringt.

Vom Lachen und Trommeln
Grünspechte trommeln deutlich seltener als die meisten anderen heimischen Spechte. Auffällig ist jedoch ihr markanter Reviergesang, der von beiden Geschlechtern, vom Männchen aber intensiver, geäußert wird. Dieser Ruf, der gleichzeitig zur Revierabgrenzung und Partnersuche dient, klingt wie ein lautes Lachen („klü-klü-klü“). 

TIPP: Bevor Sie in den Naturpark gehen, können Sie den Ruf des Grünspechtes hier „testhören“: Rufreihe des Grünspechts unter www.vogelwarte.ch/gruenspecht.html&voice=1

Zorro und Rotkäppchen
Der Grünspecht ist mit seinem grünen Federkleid, der roten Kappe und der schwarzen Augenmaske eine auffallende Erscheinung. Diese Maske unterscheidet ihn deutlich von seinem Vetter, dem Grauspecht, der ihm bei schnellem Hinschauen zum Verwechseln ähnlich sieht.

Hauptsache Ameisen
Der Grünspecht ist ein sogenannter „Erdspecht“, da er seine Nahrung fast ausschließlich auf dem Boden sucht. Ameisen sind seine absolute Lieblingsspeise. Um die Eier und Larven der Ameisen aus den Gängen der Ameisenhügel holen zu können, hat Mutter Natur ihn mit der längsten Zunge aller heimischen Spechte ausgestattet. Sie ist gut 10 Zentimeter lang, klebrig und am Ende mit kleinen Widerhaken besetzt. Die Ameisen haben also kaum eine Chance diesem Werkzeug zu entkommen. Wenn im Wintern der Boden gefroren ist, hackt der Grünspecht mit seinem kräftigen Schnabel in toten Bäumen nach Insektenlarven.

Die Mischung macht‘s
Der Grünspecht bevorzugt halboffene Landschaften. Sein absoluter Lebensraum-Favorit sind Waldränder, aber auch an Feldern, auf Streuobstwiesen, in Parks, Hainen und großen Gärten mit ausreichend Altholzbeständen kann man ihn antreffen. In ausgedehnten Waldgebieten findet man ihn nur in lichten Bereichen, wie Waldwiesen und größeren Lichtungen.

Achterbahnfahrt
Der Flug des Grünspechts ist äußerst auffällig, denn er erinnert an eine Achterbahnfahrt. Zwischen zwei Schlagphasen legt er die Flügel ganz an den Körper an. Die Folge ist ein  charakteristischer wellenförmiger Flug.

Ins gemachte Nest gesetzt
Grünspechte übernehmen mit Vorliebe alte Höhlen anderer Spechte, denn sie bauen ungern selber neue Nisthöhlen. Im Zweifelsfall hacken sie nur kleine Höhlenanfänge ins Holz und überlassen die Hauptarbeit geduldig den Bäumen, die dann im Laufe der Zeit von selbst faulen und als Nisthöhlen verwendet werden können.


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