Weiße Flocken mit Knoblauchgeschmack – die Bärlauchblüte:

Weiße Flocken mit Knoblauchgeschmack – die Bärlauchblüte
Weiße Flocken mit Knoblauchgeschmack – die Bärlauchblüte
Weiße Flocken mit Knoblauchgeschmack – die Bärlauchblüte
In den Naturparken: Eichenhain, Föhrenberge, Purkersdorf Sandstein-Wienerwald (Aufgrund des flächigen Vorkommens im Naturpark Purkersdorf sollte sich die Suche als nicht allzu schwierig gestalten.), Sparbach (Aufgrund des flächigen Vorkommens im Naturpark Sparbach sollte sich die Suche als nicht allzu schwierig gestalten.)


Wenige Wochen nachdem der Wald einen Teppich aus Bärlauch-Blättern ausgebreitet hat, platzen im Vollfrühling die Blütenknospen des Bärlauchs auf. Zeitgleich beginnen in den Auwäldern die Traubenkirsche und in den Parks und Alleen die Rosskastanien zu blühen. Die weißen Blütenflocken des meist in Massenbeständen auftretenden Bärlauchs zieren nun das satte Grün der Blätter. Also nix wie raus in den Laubwald!


Unterscheidung leicht gemacht!
Es ist schwierig, die Blätter von Bärlauch und Maiglöckchen auseinander zu halten. Doch im Vollfrühling, wo beide blühend anzutreffen sind, kann man die einzeln hängenden Maiglöckchenblüten wunderbar von dem flach bis halbkugelig angeordneten Blütenstand des Bärlauchs unterscheiden. Ein guter Zeitpunkt also, um auch die Blattmerkmale zu studieren, damit bei der Wildkräutersammlung im nächsten Jahr das giftige Maiglöckchen und der g´schmackige Bärlauch auch blütenlos unterschieden werden können!

TIPP: Knospen- und Blüten-Küche
Die Blätter des Bärlauchs haben bereits Einzug in die hiesige Küche gehalten. Doch auch die Blütenknospen und sogar die Blüten selbst – z.B. eingelegt als dekorativer Bärlauchblüten-Essig – lassen so manch‘ Gourmet und Hobbykoch das Wasser im Mund zusammenrinnen!

Auf Tauchstation
So imposant sein massenhaftes Auftreten im Frühling auch sein mag, im Frühsommer fehlt von ihm bereits jede Spur. Wie einige andere Frühjahrsblüher verfolgt der Bärlauch nämlich eine spezielle Taktik: Schnell zu sein! Denn nur im zeitigen Frühjahr, noch bevor die Laubbäume ihre Blätter entfalten, dringt die Sonne bis zum Waldboden vor. Im Frühsommer hat der Bärlauch seinen oberirdischen Zyklus abgeschlossen und den üppigen grünen Teppich des Frühjahrs wieder eingerollt. Die Samen sind ausgebildet, die Blätter vergilbt und die Nährstoffe wieder in die unterirdische Zwiebel abgezogen. Man nennen solche Pflanzen auch Geophyten, was wörtlich übersetzt „Erdpflanzen“ bedeutet, da sie die für sie ungünstige Jahreszeit in der Erde übertauchen.


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