Wenn der Hirsch röhrt:

Wenn der Hirsch röhrt
Wenn der Hirsch röhrt
Wenn der Hirsch röhrt
Wenn der Hirsch röhrt
Wenn der Hirsch röhrt
Wenn der Hirsch röhrt
Wenn der Hirsch röhrt
Wenn der Hirsch röhrt
Wenn der Hirsch röhrt
Wenn der Hirsch röhrt
Im Naturpark: Hohe Wand


Ab September bis Mitte Oktober können Sie in den Wäldern der Naturparke die lauten Brunftschreie der Rothirsche hören. Die Brunft ist die Zeit der Fortpflanzung  und wird durch das Geschlechtshormon Testosteron ausgelöst. Die Hirsche begeben sich auf die Suche nach einem weiblichen Rudel  und verteidigen dieses dann als sogenannter „Platzhirsch“ vor den Rivalen. Ein Schauspiel der besonderen Art, das Sie gesehen bzw. gehört haben sollten! 


Die Sprache der Hirsche
Die Stimmen der Hirsche sind verschieden, in der Regel sind die der älteren Hirsche tiefer als die der Jüngeren. Je nach Anlass variiert die Art des Röhrens. Wenn der Hirsch einem Rivalen antwortet, klingt das anders, als wenn er auf der Suche nach einem weiblichen Rudel ist. Das typische Röhren besteht aus langgezogenen, immer lauter werdenden Schreien. Eine besondere Art von Ruf ist der „Sprengruf“, der aus abgehackten Lauten besteht und dann ausgestoßen wird, wenn ein Rivale näherkommt oder wenn ein besiegter Gegner die Flucht ergreift. Auch um ein abtrünniges Weibchen zum Rudel zurückzutreiben, verwendet der Platzhirsch diesen Ruf.

Wechselnde Wohngemeinschaften
Außerhalb der Brunftzeit leben die Hirsche in Hirschrudeln und die Hirschkühe mit ihren Kälbern in sogenannten Kahlwildrudeln. Kahl deshalb, weil die weiblichen Tiere im Gegensatz zu den Männlichen kein Geweih tragen. Nur zur Brunftzeit schließen sich die Rothirsche zu sogenannten Brunftrudeln zusammen. In dieser Zeit lösen sich die Hirschrudel auf und die Hirsche machen sich auf die Suche nach einem weiblichen Rudel. Hat ein Hirsch ein Kahlwildrudel gefunden, so markiert er sein Territorium einerseits mittels Brunftsekreten und andererseits akustisch durch regelmäßiges Röhren. Nach der Brunft lösen sich die Brunftrudel auf und die Tiere finden wieder zu rein männlichen und rein weiblichen Gruppen zusammen.

Auf in den Kampf
Der sogenannte „Platzhirsch“ verteidigt sein Rudel gegenüber Rivalen. Manchmal reichen reine Droh- und Imponierduelle um den Gegner zu vertreiben, bei gleich starken Herausforderern kommt es jedoch zum Kampf. Dabei wird das Geweih in erster Linie zum Kräftemessen verwendet und nicht mit dem Ziel den Gegner zu verletzen oder gar zu töten. Nur etwa 5% der Kämpfe enden mit schweren Verletzungen oder dem Tod eines Gegners. Nach der Brunftzeit werfen die Hirsche ihr Geweih übrigens ab und von da an beginnt das Geweihwachstum von neuem.

Nicht zu verwechseln mit dem Reh
Viel glauben, Rehe und Hirsch gehören derselben Art an. Dem ist aber nicht so. Der Rothirsch ist das größte heimische Säugetier, Rehe sind deutlich kleiner. Der Hirsch ist größer als das weibliche Tier, die Hirschkuh, beim Reh sind das Männchen, der Rehbock, und das Weibchen, die Ricke, gleich groß. Ein weiterer Unterschied ist die Brunftzeit, die bei den Rehen deutlich früher stattfindet, nämlich in den Monaten Juli und August. 


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